Porsche presents the new GT3 with Touring Package and annoys some 911 R buyers! - Right?!


An article by Porscheist


A few days ago Porsche presented a car that excites the minds of ethusiasts. Once again. More specificially, the new model presented on the IAA in Frankfurt is not such an approach, but rather an extension of an already existing model. We talk about the new 911 GT3 with the option 'Touring Package', of course!


From now on you can get a GT3 without a large rear wing but with handshift and sports shawl seats, for about 156.000€. Otherwise this specific model remains what it is. A 911 GT3.

In terms of figures, that means a naturally aspirated  flatsix engine with a displacement of 4.0 litres, producing 500 hp. So, what's all the fuss about?

Well, the reason is that the brand presented a special model exactly one year ago. The 911 R. The R was based on the previouse 991, the MK1 Version or 991.1 as some call it. It had a 4.0 litre naturally aspirated flatsix engine from the GT3 RS, producing 500 hp and in contrast to the RS it came with a manual transmission only.

In principle, everything exactly the same as with the new GT3 'Touring Package' but with one big difference! - The 911 R was stricly limited to 991 pieces. Only selected customers were allowed to purchase one of the commemorated vehicles at a price of slightly over 190.000€. Rumors say all 991 cars were sold within only a few hours and many interested parties didn't get one.


Soon the first cars appeared on the used car market, at breathtaking prices even for wealthy die-hard fans of superportcars. So the fuss is that Porsche now offers a model, which is quite similar to the stricly limited 911 R, to say the least. A model that can also be ordered by 'ordinary' customers. That might be a very sour surprise for some of the exclusive customers who bought a 911 R. And in fact, quite a few misunderstandings appeared on the internet already...

However completely injustified as I find it and I tell you why!

It's not the primary task of Porsche to build superexclusive models for a hand full collectors and of course it's not their task to make rich speculators even richer! No. The task of Porsche is to build dream cars. Cars, generations of men dreamed of since their childhood and dreams which sometimes should come true. A Porsche 911 has to be available also for 'normal' people  with a corresponding employment and income. This also applies to more specific models such as an 911 R. What happens to dreams when there is not at least a spark of hope for their fulfillment? - Right, they lose their value and their charm. This might also happen to a manufacturer of sportscars. When Porsche intruduced the R in 2016, this vehicle embodied the concept of a dream for a large number of die-hard Porsche 911 fans.

To them the 911 R was, like a real Porsche should be. Simple, puristic and beautiful. Freed from any superflous frills and an automated transmission. Just pure Porsche DNA! But totally inaccessible to the vast majority, even if their purse had coped an investment of nearly 200.000€. The strict limitation to 991 pieces made it impossible.

 

So with Porsche's decision of producing a GT3 'Touring Package' they might have pissed of some exclusive clients but they will make lots of purists very happy. Honestly, if you are one of the 991 lucky owners of a Porsche 911 R, do the following next time when you get in your car: Be happy with the ones who didn't get one and can buy a similar car now. Drive your car, enjoy the noise it makes and feel it, because that's what this piece of german engineering was made for: To be driven! If you are one of those speculators who shipped his new, strictly limited car directly into a secret underground carpark, wrapped it in fabric or even plastic to keep it from scratches , kilometers and a related loss of value!

Well... Than I have to tell you, you don't deserve it anyway!

© Photos: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG // Stefan Bogner - www.curves-magazin.com


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Warum Ich mich für das Schaltgetriebe im neuen GT3 entscheiden würde!


Ein Artikel von Porscheist



Der neue GT3 ist 'eigentlich' eine Modellpflege des 991 GT3!



Vor wenigen Wochen erst hat Porsche die neuste Version des 911 GT3 präsentiert und gleichmal einen neue Rundenrekord in den Asphalt der Nürburgring Nordschleife gebrannt.

Lediglich 7 Minuten und 12,7 Sekunden braucht man nun für die knapp 25 Kilometer lange Strecke. Theoretisch! Denn was Profis gelingt gilt für den ambitionierten Hobbyrennfahrer noch lange nicht! Jedenfalls ist der neue GT3 damit um ganze 12,3 Sekunden schneller als sein Vorgänger. In der Rennwelt ist das in etwa so lange wie ein Tausendfüßler braucht, um sich die Schuhe zu binden - eine halbe Ewigkeit.

Was den 'neuen' GT3, der streng genommen eine Modellpflege des Vorgängermodells ist, so schnell macht? Zum einen der Motor. Im Gegensatz zum 991.1 GT3 der nur über 3,8 liter Hubraum verfügte, welche 475 Pferde an das PDK schickten, verfügt der 991.2 GT3 nun über 4,0 liter Hubraum.

Damit erreicht er nun eine Spitzenleistung von 500 Pferdchen. Ein sattes Plus von 25 PS also.

Hinzu kommt ein von Porsche komplett überarbeitetes Fahrwerk und einige optische Retuschen an Front und Heckschürze.



Eine wahre Sensation aber spielt sich an anderer Stelle ab. Und zwar beim Getriebe! Erstmals bietet Porsche seinen Kunden nun auch beim sportlichsten 911 Derivat zwei verschiedene Getriebevarianten an. So feiert das, in den stärkeren und sportlicheren Varianten bereits für abgeschafft gehaltene, manuelle Sechsganggetriebe, eine unerwartete Rückkehr!

Bisher gab es dieses lediglich noch für die Carrera Versionen des Elfers zu erwerben, sowie für die Modelle 718 Boxster und Cayman. Andere Sportwagenhersteller wie Ferrari und Lamborghini hingegen haben ein klassische Handschaltgetriebe bereits gänzlich aus ihrem Sortiment gestrichen. Einige Zeit schien es so, als würde auch Porsche über lang oder kurz den klassische Schaltstock durch einen schnöden 'Wählhebel' ersätzen.

Doch wie heißt es im Volksmund so schön? - Totgesagte leben länger und so feiert das Schaltgetriebe im neuen GT3 eine fulminante Rückkehr und die gesamte Porschewelt steht kopf. Ja was denn nun?

Was soll es denn nun werden. Manuell oder doch lieber PDK - Dabei ist die Wahl doch denkbar einfach! Das PDK schaltet viel schneller als der Fahrer 'Neunelf' sagen kann. Es hat zudem einen siebten Gang parat, welcher auf langen unangenehmen Passagen, von einer Rennstrecke zur nächsten, für Entspannung sowohl bei Fahrzeug als auch bei Inssassen sorgt. Außerdem muss der Fahrer nie die Hände vom Lenkrad nehmen. Das ist besonders bei der Sekundenhatz auf der Rennstrecke entscheidend - Schließlich ist der GT3 ja ein Rennwagen mit Straßenzulassung  - Oder?!

Trotzdem: Würde ich mir morgen einen GT3 bestellen - genau so wie ich ihn mir bereits gefühlte 100 mal im Onlinekonfigurator der Porschewebsite zusammengestellt habe - er käme mit einem manuellen Getriebe.


Ein Elefant steht im Raum: Manuelles- oder PDK Getriebe?



Aber du hast uns doch gerade erklärt, dass das PDK viel besser und schneller ist, mag der ein oder andere Leser nun einwenden.

Trotzdem stünde meine Entscheidung zugunsten des Handschalters fest und ich erkläre euch auch warum.

Als ich vor genau 4 Jahren einen 991 Carrera S bekam, war ich begeistert. Nicht nur vom Auto sondern auch vom PDK. Kein Getriebe auf der Welt ist besser. Es schaltet sanft in der Stadt, kaum merklich auf der Autobahn und blitzschnell auf der Rennstrecke. Wenn man es im Sport-Plus Modus verwendet hat es zudem stets den optimalen Gang parat und kein Hobbyrennfahrer der Welt schaltet besser. Doch etwas entscheidendes fehlt mir. Der ganz persönliche Genuss einen Sportwagen zu fahren!



Diese Erkenntnis kam mir allerdings erst ein Jahr später, als mich das 'Luftgekühlt' Virus befiel und die Garage um einen 964 erweitert werden musste.  Fahren mit einem luftgekühlten 911 ist Arbeit.

Zuweilen ist es richtig anstrengend, gerade wenn man einen Bergpass nach dem anderen hoch jagt und einem ein grüner RS im Nacken hängt. Manchmal findet man nicht gleich den richtigen Gang und am Abend steigt man aus und ist fix und fertig. Aber:

 - BEI GOTT SO FÜHLT SICH ECHTER FAHRSPAß AN!

Wenn man erst einmal Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten und die des Autos entwickelt hat, verschmelzen Fahrer und Fahrzeug buchstäblich zu einer Einheit. Man hat das Gefühl vollkommener Kontrolle. Nichts funkt einem dazwischen. Man spürt förmlich wie das Getriebe die Kraft an die Hinterräder überträgt. Man hat einfach ein viel unmittelbareres Fahrgefühl als es je irgend ein Doppelkupplungsgetriebe erzeugen könnte und sei es noch so perfekt.



Hätte ich 152. 416 € zu viel auf meinem Konto (soviel kostet der neue GT3, ohne Ausstattung wohl gemerkt!) würde ich mir sofort einen neuen GT3 als Handschalter kaufen. Womöglich auch weil es vielleicht der letzten seiner Art ist. Ich würde ihn nur für mich kaufen. Zu meinem eigenen Vergnügen. Ich würde mit ihm durch die Dolomiten fahren, über den Berninapass, das Sellajoch und den Großglockner. Ich würde damit bis nach Finnland fahren und wieder zurück. Es wäre mir herzlich egal ob der GT3 mit PDK 0,5 Sekunden schneller auf 100 km/h ist und es wäre mir erst recht egal ob er auf der Nordschleife damit 12 Sekunden schneller wäre. Es wäre mir auch egal wenn mich andere Fahrer überholen und in wenigen Monaten eine RS Version heraus kommt, die noch schnellere Rundenzeiten ermöglicht. Einen GT3 kauft man für sich und für niemanden sonst und meiner persönlichen Erfahrung zur Folge bereitet nichts mehr Freude beim Autofahren als ein manuelles Getriebe!

Photos: Stefan Bogner - CURVES Magazin | All rights reserved. ©


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Mit dem neuen 718 Boxster nach Nizza!


Ein Artikel von Porscheist



Curves France: "Von Martigny nach Nizza" - Der perfekte Roadtrip!


Inspiriert von einem Wochenendtrip im vergangenen Juli zusammen mit 'Stefan Bogner', der vielen sicher als Gründer des  CURVES-Magazin bekannt sein dürfte, kam ich auf die Idee noch einen weiteren Trip durch die Alpen zu unternehmen. Auf den Spuren von CURVES 1 | France: Martigny - Nizza  "Route des Grandes Alpes" sollte es diesmal durch die französischen Berge gehen!


DAS ROADBOOK:


Tag 1: "Empfang des brand neuen Porsche 718 in Stuttgart!"

Es ist Punkt 06:00 Uhr an einem wunderschönen Donnerstag morgen. Unsanft werde ich von dem lauten Gepiepse meines I-Phoneweckers aus dem Schlaf gerissen. Höchste Zeit aufzustehen! - Mein Zug geht um 08:00 Uhr.  Ziel? - Stuttgart. Genauer Zuffenhausen. Das Zuhause von Porsche. Nach einer kalten Dusche um endlich wach zu werden, verlasse ich das Haus mit einem großen Becher voll Kaffe in der einen und meiner kleinen Reisetasche in der anderen Hand. 13:30 Uhr - Endlich! Nach einer langwierigen und unbequemen Fahrt mit der Deutschen Bahn erreiche ich mein erstes Ziel: Stuttgart Hauptbahnhof. Von dort trennen mich nurnoch wenige S-Bahnstationen und ich erreiche endlich Zuffenhausen! Meine Nervosität steigt. Meine Hände sind schwitzig als ich den Wagon verlasse und die Straße überquere. "Ich bin da! - Das Zuhause von Porsche!" - Denke ich bei mir.

Das Erste das ich zu sehen bekomme ist das Porsche Museum. Es ist eine mächtige Skulptur, komplett aus Glas und Beton. Wie ein rießiger Fels ragt es in den Himmel und funkelt dabei wie ein Diamant in der Mittagssonne. Eine wirklich beeindruckendes Bild!

Kaum weniger beeindruckend sind jedoch die zwei Autos die an diesem Tag direkt in Front des Museums stehen. Mein Kindheitstraum - ein neuer Porsche 911 GT3 RS - in der Farbe 'ultraviolet'  und ein ebenfalls niegel nagel neues GTS Cabriolet in Rot.  "Kanns noch besser werden? - Das muss einfach der perfekte Start für einen perfekten Trip sein!" - Denke ich mir und sollte nicht enttäuscht werden!

Am Werkstor empfängt mich ein etwas mürrischer aber dennoch freundlicher Herr vom Werksschutz. "Na wo solls hingehen?" Er bittet mich zu warten während er meine Einladung checkt und mich für den Eintritt ins Werk anmeldet.

Nach wenigen Minuten taucht ein sehr netter junger Herr auf und führt mich zur Abteilung für Pressefahrzeuge. "Ich hoffe Sie hatte eine gute Anreise und haben sich beim Warten nicht allzu sehr gelangweilt?" Fragt er mich... Ich muss grinsen. Die Wahrheit ist, ich war von all den ausergewöhnlichen Porsche Fahrzeugen die hier im Minutentakt das Werkstor passierten derart abgelenkt, dass ich sicher noch Stunden dort hätte stehenbleiben können ohne mich zu langweilen!

Nachdem wir schließlich die letzten Formalitäten geregelt haben, drückte er mir den Schlüssel in die Hand und es kann endlich losgehen!


Porsche 718 Boxster



Zuallererst musste ich natürlich mein Gepäck verstauen. Wegen seiner Mittelmotorbauweise besitzt der 718 Boxster gleich zwei Kofferräume!

Einen in der Front, der 150 Liter fasst und einen zweiten - mit 125 Litern etwas kleineren - im Heck. Mehr als ausreichend für einen Urlaubstrip von zwei Personen wie ich finde und in der Tat, an Platz mangelte es uns auf unserer gesamten Reise trotz der kompackten Ausmaße des Boxsters nie.

Mehr Zeit kostet es mich hingegen erstmal die richtige Position für den Fahrersitz zu finden, denn unser Fahrzeug war mit den optionalen Porsche Sportsitzen 'Plus' ausgestattet. Diese sind gleich in 18 Wegen verstellbar! - Eine Menge, wenn man so pingelig bei der Wahl seiner Sitzposition ist wie ich.. Nichtsdestotrotz, nach einer Weile bin ich schließlich zufrieden und startete in Richtung meines ersten Ziels: Meinem Heimatort - Rosenheim. Von dort aus soll unser Trip durch die Alpen beginnen. Es dauerte nicht lange und ich habe mich in den neuen Boxster verliebt...

Wirklich - Ich gestehe, ich war sehr skeptisch was den neuen Vierzylinder Motor mit Turbo betrifft. Ein Vierzylinder! - In einem Sportwagen?! Das kann doch nur schief gehen - Dachte ich. Aber weit gefehlt. Das extrem hohe spezifische Drehoment drückt einen bereits bei niedrigen Drehzahlen spürbar in den Sitz und vermittelt einem stehts ein angenehm souveränes Gefühl.

Nachdem ich die Stadt hinter mir gelassen habe erreiche ich die Autobahn. Das Öltermometer zeigt nun 90 Grad - Betriebstemperatur! Zeit die vollen 300 PS des neuen Boxster auszukosten. Ich drücke das Gaspedal voll durch und bin überrascht. 300 PS sind in Zeiten von Golf R und Mercedes A45 AMG nicht gerade eine Kampfansage, dennoch fühlt sich die Leistung nach deutlich mehr an! Erst bei höheren Tempi und bei Drehzahlen jenseits der 6000 U/min wirkt der 'einstiegs Porsche' mit seinem 2,0 liter Triebwerk etwas angesträngt. Hier darf es dann doch gerne ein Boxster S sein. Dieser liefert bei einem halben Liter mehr Hubraum nun 350 PS. Genug um auch kleine AMG's und was sonst noch gerne Spoiler trägt nicht fürchten zu müssen. Voller Vorfreude auf die kurvigen Straßen und Pässe die vor mir liegen fahre ich nach hause. Dort hole ich meine Freundin Nina ab. Sie wird mich auf meinem Kurztrip begleiten.


Tag 2: "Von Bayern nach Chamonix!"

Am ersten Tag müssen wir von unserem Heimatort in Bayern nach Martigny in der französischen Provinz Chamonix. Keine besonders spektakuläre Episode unserer Reise, nur schier endlose Autobahnkilometer. Der Boxster spuhlt sie ab. Problemlos. Auch Fahrer/in und Beifahrer/in kommen ohne nennenswerte Anstrengungen oder Anzeichen von übermäßigen Strapazen aus. Der Boxster ist - trotz seiner reinrassigen Sportwagengene - nicht übermäßig unkomfortabel. Im Gegenteil! - Auch lange Reisen auf der Autobahn sind mit ihm durchwegs angenehm zu bewältigen. Lediglich die zahlreichen Staus und Geschwindigkeitsbegrenzungen könnten einem die Laune verderben, gäbe es nicht das hervorragende BOSE Soundsystem in unserem Fahrzeug. In Kombination mit der neu integrierten Funktion 'Apple Carplay' lassen sich nun die Lieblingslieder noch leichter via Bloototh rauf und runter spielen und so geht auch ein 8 stündiger Automarathon irgendwann zu ende.

Auch das neue Navigationssystem ist ein echter hingucker. Es funktioniert deutlich besser als das vorangegangene und versorgt den Fahrer nun endlich auch mit Verkehrsinformationen in Echtzeit. Auch dank selbigem finden wir schließlich unser Hotel, welches versteckt zwischen kleinsten Dörfern hoch in den französischen Alpen thront.  Um dorthin zu gelangen befahren wir Straßen die so schmal sind, dass geradenoch zwei Daumen zwischen die Außenspiegel unseres weißen Flitzers passen. Das Navigationssystem kennt sie alle, trotzdem muss ich gestehen, dass ich heil froh bin als wir endlich den sicheren Hotelparkplatz erreichen.

Wie ein Adlerhorst hängt unsere Unterkunft zwischen den Gipfeln der umliegenden Berge. Der Blick ins Tal gibt uns an diesem Tag einen Vorgeschmack auf die atemberaubenden Straßen und Landschaften die noch vor uns liegen.


Tag 3: "Von Martigny nach Nizza!"

Endlich. Am dritten Tag unserer Reise erreichen wir nun kurviges terrain. Porsche Boxster Land! Hier fühlt sich unser kleiner weißer Sportler erst richtig wohl. Kaum ein Auto ist derart geschaffen für die engen Kehren und kurzen Geraden welche sich hier ständig abwechseln. Wie ein Raubtier verbeißt sich der Porsche geradezu in die Kurven. Der Turbomotor schiebt und drückt dabei so vehement aus jeder Kehre als ob er die nächste Gerade in einem einzigen Sprung überwinden möchte. Mit jedem gefahrenen Kilometer fühlt sich der Fahrer sicherer und das Tempo steigt stetig. Sehr zum leidwesen der Beifahrerin. Nach knapp einer Stunde jedenfalls ist erstmal Schluss. Wir haben zwar noch keine 100 Kilometer zurückgelegt doch das flaue Gefühl in der Magengegend gibt eindeut zu verstehen, dass jetzt ersteinmal höchste Zeit für einen Pitstop und eine kurze Verschnaufpause ist.

 

Fahrerwechsel. Zeit etwas durchzuschnaufen und sich der Kamera zu widmen. Aber nur kurz, denn auch Nina scheint sich von Kehre zu Kehre wohler zu fühlen. Gut dass die Sitze wirklich einen hervorragenden Seitenhalt bieten, sonst würde ich wohl ständig quer durch das Cockpit segeln!

Nach gut zweieinhalb stündiger  Fahrt erreichen wir den Gipfel des Col de I'Iseran.

Was für eine phantastische Aussicht! Zart grüne Berwiesen gehen über in schroffe Felsen welche wie Zinnen in den Himmel ragen. Wie eine riesige Schlange windet sich die Passtraße hier zwischen den Gipfeln hindurch. Ein wahres Eldorado auch für zahllose Motorrad- und Rennradfahrer. Immer weiter schrauben wir uns mit unserem Boxster, den wir nun schon sehr ins Herz geschlossen haben weiter richtung Süden.

Auf den Col de I'Iseran folgen zahlreiche weitere Pässe wie der Col du Galibier, der Col de la Madelein und der Col d'Izoard. Mittlerweile ist es Nachmittag geworden und wir sind nun schon beinahe sieben Stunden unterwegs. Wir jedenfalls scheinen im Gegensatz zu unserem Fahrzeug langsam müde zu werden. Erstaunlicherweise mussten wir seit unserem ersten Tankstopp in der Früh noch nicht nachtanken. Trotz der vielen Höhenmeter die wir inzwischen zurückgelegt haben, gerne auch im Galopp, kommt der Boxster mit knappen 9 Litern aus. Lediglich 2,1 Liter mehr als die Werksangabe verspricht. Ein ziemlich guter Wert wie ich finde wenn man bedenkt, dass wir uns hier keinesfalls auf besonders spritspahrendem terrain befinden. Jedenfalls kommen wir  beim Schalten mit dem PDK Getriebe nur selten über den 4. Gang hinaus!

Auch das verrichtet seinen Dienst tadellos. Ausgestattet ist es mit sieben Gängen, wobei der siebte als reiner Schongang besonders lang ausgelegt ist. Unser Fahrzeug ist zusätzlich noch mit dem sogenannten Sport Chrono Paket sowie dem Sportlederlenkrad mit Schaltpadels ausgestattet. Zwei features auf die man meiner Meinung nach keinesfalls verzichten sollte.

Nichts macht mehr Spaß als im manuellen Modus über die Wippen am Lenkrad die Gänge selbst durchzuladen. Ein kurzes Schnippen an der Wippe genügt und innerhalb von wenigen Millisekunden schnalzt der Boxster den nächsten Gang rein.

Schneller als ein Wimpernschlag, einfach Traumhaft!

Gegen Abend erreichen wir schließlich Nizza und nach einer etwas mühseligen Zickzagfahrt quer durch die unzähligen Einbahnstraßen der wunderschönen Stadt parken wir schließlich vor unserem Hotel.


Tag 4: "Ein Tag am Strand!"

Nachdem wir in den ersten drei Tagen unseres Trips nun schon beinahe 2.000 Kilometer zurückgelegt haben steht an diesem Tag nur eine kurze Etappe an.

Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir an der Küste entlang von Nizza hinüber in das benachbarte Ligurien. Dort wollen wir uns nun noch einen Tag am Strand gönnen bevor es für uns wieder nach hause geht. Immer am Meer entlang folgen wir der verschlungenen Küstenstraße bis ins 115 Kilometer entfernte Alassio. Nach und nach kreuzen immer mehr außergewöhnliche Autos unseren Weg. Ein sicheres Zeichen, dass Monaco nichtmehr weit ist. Der Zwergstaat an der Cote d'Azur mit seinen knapp 19.000 Einwohnern gilt seit jeher als Sitz der Schönen und Reichen.

Gegen 10 Uhr erreichen wir schließlich das kleine Italienische Städchen und machen uns sofort auf den Weg zum Strand wo wir den Rest des Tages in der Sonne baden.


Tag 6: "Zurück nach Stuttgart!"

Am sechsten und letzten Tag unserer Reise geht es zurück nach Stuttgart. Dort treffen wir uns noch mit Sabrina C. einer Mitarbeiterin der Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG und des Porsche Newsroom. Sie hat noch etwas ganz Besonderes mit uns vor! - Ein Shooting mit einem zweiten Boxster auf dem Porsche Werksgelände und im Stuttgarter Umland. Zuerst allerdings stehen wir wie schon so oft auf unsere Reise im Stau - "Seufz! Aus einer Stunde werden zwei und mehr. Als wir endlich in Stuttgart ankommen ist es schon spät am Nachmittag. Wir beschließen umzudesponieren und zuerst das Schloss Solitude zu besuchen. In der Alle vor dem Schlösschen lassen sich ein paar herrliche Bilder schießen.

Anschließend geht es nun schließlich zurück nach Zuffenhausen. Dort führt uns Sabrina auf das höchste Stockwerk eines Parkhauses von dem aus man einen unglaublichen Blick über das gesamte Gelände der Porsche AG hat.

Da zu diesem Zeitpunkt noch Werksferien sind und alle Produktionsbänder stillstehen ist dieses nur wenig besucht und wir können nach herzenslust Bilder schießen. Bei einer Pizza lassen wir anschließend den Tag gemütlich ausklingen und verabschieden uns von unserem treuen Begleiter. Etwas wehmütig trennen wir uns schließlich von unserem Boxster mit der Nummer 2688, der uns so oft ein breites Grinse verpasst hat.

Übrigens: Alle Bilder zu unserem Shooting mit den beiden Autos in Stuttgart findet ihr unter Photos:  Porsche Boxster Shooting - Old & New!


Some pictures to remember...


Anbei noch ein kurzer Clip unserer Reise auf You Tube:



Fazit:

Es gibt wohl nur wenig schönere oder allefalls ebenbürtige Routen wie die der "Route des Grandes Alpes". Stefan Bogner - der Gründer des Curves Magazin trägt sie unter dem Motto: "Soulful Driving" zusammen und schafft mit seinem Printmagazin, Gesamtkunstwerke mit Gebrauchswert. Garniert mit zahlreichen fantastischen Bildern eignen sich diese sowohl als idealer Reiseführer aber auch einfach zum gemütlichen schmökern und lesen zwischendurch.

Jedem Fan egal ob auf zwei oder mehr Rädern sei an dieser Stelle DRINGEND empfohlen bei Gelegenheit einmal die ein oder andere Route selbst zu ER-fahren. Was bleibt sind nicht nur phantastische Bilder sondern auch einmalige Eindrücke phantastischer Landschaften. Für die Route Martigny nach Nizza sollte man sich aber - um sie wirklich genießen zu können - mindestens 3 volle Tage Zeit nehmen. Wir mussten die Strecke notgedrungen an einem einzigen Tag herunterspuhlen und konnten so leider nicht alle Pässe fahren. Aber es soll hoffentlich nicht das Letztemal gewesensein dass wir die französischen Alpen besucht haben!

 

- Philipp M. Hohenthanner -


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